Klimapflanzaktion bei Haus Hülshoff

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Der Bioland-zertifizierte Hof beackert 30 ha Acker – und Grünland und hält Legehennen, Ziegen sowie ein paar Jungrinder und Bienenvölker. Milch wird in einer eigenen Käserei verarbeitet. Nach zehnjähriger Stilllegung wird der Hof somit von vier jungen Menschen gemeinschaftlich wiederbelebt.

Ein Agroforstsystem soll den Hof nun krisensicherer, diverser und ökologischer machen. Deshalb wurden Ende Januar 2023 folgende Gehölze gepflanzt:

  • 98 Walnüsse
  • 78 Esskastanien

Die Bäume werden der Landschaft im Tecklenburger Land in Zukunft mehr Schatten, Erosionsschutz und Kohlenstoffsenkung spenden. An die helfenden Hände aller Altersklassen konnte außerdem eine Menge Wissen zu den Chancen von Bäumen in der Agrarlandschaft für den Klima- und Naturschutz vermittelt werden. Unter anderem halfen Schülerinnen und Schüler einer Projektschulkasse sowie Studierende der nahen Universität Münster an allen drei Tagen. Die Fläche wird im Zuge des bürgerwissenschaftlichen „Agroforstmonitorings“ in der Zukunft auf ihre Ökosystemleistungen in Bezug auf Biodiversität und Vitalität weiterbegleitet.

Die 3-tägige Pflanzaktion wurde vom Team der Baumschule Resilia angeleitet und vom lokalen Landwirt technisch unterstützt. Der Hof vom „Haus Hülshoff“ stelle Unterkunft und Verpflegung für die freiwilligen Helfenden. Der Räume eröffnen e.V. sorgte für abendliche Theorieeinheiten, um Hintergründe und die Bedeutung des Agroforstsystems zu vermitteln. Die ursprünglich aus dem warmen Südeuropa stammenden Walnuss und Esskastanie sollten, auch dank ihrer Eigenschaft, tief zu Wurzeln, mit der zunehmenden Trockenheit gut zurechtkommen und werden deshalb auch als „Klimabäume“ für Deutschland gehandelt.

Positive Auswirkungen durch das Agroforstsystem:

  • Schaffung von Lebensraum für Pflanzen und Tiere
  • Verminderung von Austrocknung und Erosion
  • Gleichmäßige Verteilung von Niederschlagswasser
  • Schutz der Grundwasserneubildungsfunktion
  • Stärkung der Biodiversität

Um das Anwachsen zu garantieren, wurden die Bäume mit Wühlmauskörben gegen unterirdische Nager und mit Verbissschutzgittern bis in 1,30 Meter Höhe gegen oberirdischen Wildverbiss ausgestattet. Gießränder sollen beim effizienten und notwendigen Gießen über den langen heißen Sommer helfen.

Mit einer anteiligen Förderung der Gesamtkosten des Agroforstsystems ebnet die Daniel Schlegel Umweltstiftung den Weg in eine nachhaltige und regenerative Landwirtschaft.

INFOBOX
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Pflanzung von 176 Bäumen
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Tecklenburg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Räume eröffnen e.V., Wurzeln und Hörner
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Um das Projekt „Klimaretten Selbermachen“ zu unterstützen wurde durch die Daniel Schlegel Umweltstiftung die Pflanzung von 620 Bäumen, Palmen und Ranken in einem Agroforst...
Mit Unterstützung der Daniel Schlegel Umweltstiftung konnten deshalb im Februar 2023 rund 500 weitere Bäume gepflanzt werden....
Bei dem Hof handelt es sich um einen Bio-Gemüsebaubetrieb in Großwoltersdorf im nördlichen Havelland....
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