Begrünung des Bildungs - und Freizeitzentrums Delta Cultura​

Auf der kapverdischen Insel Santiago befindet sich im nördlichen Teil der Stadt Tarrafal das Bildungs- und Freizeitzentrum Delta Cultura, das 2002 von Florian Wegenstein und seiner Frau Marisa gegründet wurde. Hatte einst alles mit nur sechs Fußbällen begonnen, werden dort heute täglich bis zu 300 Kinder betreut. Zum Angebot gehören Hausaufgabenbetreuung, Fußball als soziale Entwicklung, IT, Kunst, Fremdsprachen und Musik. Zudem gibt es seit 2016 einen Kindergarten für Kinder im Alter von 4 Jahren, der täglich 26 Kinder betreut. Somit wird Kindern und Jugendlichen eines der ärmsten Länder der Welt der Zugang zu Bildung und Wissen ermöglicht und sie werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung positiv begleitet.

Die Daniel Schlegel Stiftung plant nun in Zusammenarbeit mit Delta Cultura und einigen örtlich ansässigen Organisationen ein Begrünungsobjekt. Dabei soll auf dem Gelände ein Permakultur Gemüsegarten entstehen, der dauerthaft funktionierende und naturnahe Kreisläufe schafft, in denen Menschen, Tiere und Pflanzen zusammen leben. Die Kinder lernen dadurch ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit den vorhandenen Ressourcen, indem sie in die fortlaufende Pflege und Versorgung des Gartenprojekts integriert werden. Die Ernte soll regelmäßig in Kochkursen in der Zentrumsküche verwendet werden.

Beteiligte

Delta Cultura Cabo Verde
Daniel Schlegel Umweltstiftung

Um den Garten vor den vielen frei herumlaufenden Tieren wie Schafe, Ziegen, Kühe und Schweine zu schützen, soll um das Gelände ein grüner Zaun mit Tröpfchenbewässerung errichtet werden. Zudem wird der Zaun mit einigen Bäumen wie der indischen Dattel, Akazien, Feigen und Flammenbäumen gespickt. Die Bewässerung des Zaunes wird zu Teilen durch Delta Culturas Drei-Kammer-Grauwasseranlage und durch das örtliche Wasserwerk erfolgen.

Zudem gibt es am Rande des seitlich des Gelände gelegenen Fußballplatzes noch eine etwa 10 Meter mal 100 Meter große Fläche, die für die Aufforstung von Moringabäumen genutzt werden soll. Geplant sind 100 Stück. Durch die Pflanzung von Moringabäumen wird der Verkauf von Moringaprodukten wie Tee, Pulver, Samen und Öl angestrebt, was die Betriebskosten des Zentrums mitfinanzieren soll. Außerdem lernen die Kinder die Verwendung und Heilwirkung von Moringa kennen.

Das Projekt bietet eine klassische Win-win-Situation und durch die Umsetzung werden gleich mehrere Ziele realisiert. Die Begrünungsmaßnahmen, der Gemüsegarten sowie deren erforderliche Bewirtschaftung, Pflege und Bewässerung fördern das Umweltbewusstsein der Kinder und schulen sie in biologischem Anbau. Der Gemüsegarten ermöglicht eine Versorgung durch selbst angebaute und darüber hinaus gesunde Lebensmittel. Mittelfristig wird der Verkauf der Moringaprodukte Gewinn abwerfen und den durch das kontinuierliche Wachstum des Camps steigenden Kosten entgegenwirken. Somit wird Delta Cultura in seinem Wirken bestärkt und zusätzlich können wir diverse Bäume pflanzen. Die Lebensumstände von Menschen zu verbessern und dem Klimawandel durch die Pflanzung von Bäumen entgegenzutreten, ist das absolute Hauptaugenmerk der Stiftung.

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