Erschwinglicher Wohnraum

INFOBOX

Verlust von 1,2 Millionen Sozialwohnungen zwischen 2002 und 2019 & wenig bezahlbarer Wohnraum am Markt

Faire Mieten in den Stiftungshäusern der Daniel Schlegel Umweltstiftung

Berlin

In Deutschlands Großstädten herrscht eine Wohnungskrise, die vor allem durch einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Schrumpfung des Sozialwohnungsbestandes und darüber hinaus Verfestigung von Armut geprägt und gefördert wird. Dabei trifft es insbesondere Menschen im Niedriglohnsektor – Menschen, die Transferleistungen beziehen, anerkannte Geflüchtete und Alleinerziehende.

Täglich verlieren hunderte Wohnungen die Sozialbindung, alle 12 Minuten eine Wohnung. Zu wenige kommen nach. Zwischen 2002 und 2019 sind 1,2 Millionen Sozialwohnungen vom Markt verschwunden. Außerdem explodieren Mietpreise und Durchschnittsverdiener:innen haben am Wohnungsmarkt, vor allem in Ballungsräumen, immer weniger Chancen. Geeigneter Wohnraum für kinderreiche Haushalte, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung ist oft überhaupt nicht mehr verfügbar.

Generell wirken unzählige Regulierungen und ansteigende Bürokratielasten abschreckend auf neue Bauprojekte. Über 20.000 verschiedene Vorschriften lähmen potenzielle Bauvorhaben, vor allem bei Kleinvermieter:innen. Internationale Fondsgesellschaften drängen in den Markt und vertreiben private Vermieter:innen als Eigentümer:innen. Der Wohnungsmarkt ist stark gefährdet.

Da es nicht genügend bezahlbaren Wohnraum gibt und Bund und Länder keine ausreichenden Verbesserungsmaßnahmen treffen, möchte die Daniel Schlegel Umweltstiftung einen Teil zur Verbesserung der Lage beitragen, indem frei werdende Mietwohnungen aus dem Stiftungsbestand zu moderaten Mietpreisen bereitgestellt werden.

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