Baumpflanzungen im Rugezi-Sumpfgebiet, Ruanda

Im nördlichen Ruanda befindet sich Rugezi Marsh, ein nach der Ramsar-Konvention geschütztes Feuchtgebiet und ein Schlüsselgebiet für Biodiversität. Die Region ist geprägt von einer hohen Populationsdichte und Armut. In Verbindung mit dem Klimachaos übt das intensiven Druck auf die natürlichen Ressourcen aus.

Die registrierte NGO Rwanda Wildlife Conservation Association, gegründet und betrieben von lokalen Gemeindemitgliedern, ist seit einigen Jahren in Ruanda tätig. In ihrer Projektarbeit pflegen sie einen ganzheitlichen, multidisziplinären Ansatz für Naturschutz und nachhaltige, bildungspolitische Lösungen. Die Maßnahmen in der Region um Rugezi werden von der Regierung zu 100% unterstützt.

In Zusammenarbeit mit der NABU Stiftung International pflanzte die RWCA letzten Herbst 20.000 junge einheimische Bäume aus einer eigenen Baumschule. Davon wurden 6.250 Bäume durch Mittel der DSUS in Höhe von 25.000 Euro beigesteuert. Damit wird natürlicher Wald auf einer Fläche von insgesamt 9,1 ha renaturiert.

Beteiligte

NABU Stiftung International
Rwanda Wildlife Conservation Association
Daniel Schlegel Umweltstiftung

Bodenvorbereitung und Pflanzmaßnahmen erfolgten unter Einbeziehung von lokalen Gemeindeangehörigen. Bei der Aktion wurden auch Kinder und Jugendliche von Umweltverbänden involviert. Bildung und das Schaffen von Umweltbewusstsein unter Jung und Alt prägen die Events der RWCA. Die Sensibilisierung der ansässigen Bevölkerung fördert den langfristigen Erfolg der umweltschützenden Maßnahmen.

RWCA ist von der Wichtigkeit, einheimische Arten aus ihrer Baumschule zu pflanzen, überzeugt. Sie betrachten die Arbeit eher als Aufzucht von Bäumen und nicht nur als bloße Pflanzung. Deshalb werden die jungen Bäume zwei Jahre lang gepflegt. Sumpf-Ranger:innen patrouillieren zudem regelmäßig im Projektgebiet.

Im Projektgebiet entstehen wertvolle Wälder gegen den Klimawandel. RWCA’s Philosophie bringt ursprünglich heimische Flora und Fauna zurück und steht für bedeutungsvolle Bildungsarbeit. Kinder und Jugendliche erlernen, die Bäume wertzuschätzen und aktiv zu schützen. Damit entsteht ein Einklang zwischen Mensch und Natur. Zusätzlich hilft uns jeder einzelne Baum durch sein CO2-Einsparungspotenzial.

 

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